MATERIAL Traumapädagogik / Traumatherapie

Begegnungen mit Trauma und Heilung

Diagnostik und Interventionswerkzeug

G. Enamaria Weber-Boch

1 DIAGNOSETAFEL,
105 ITEMS ZUR DIAGNOSTIK VON PERSÖNLICHKEITSANTEILEN,
1 ARBEITSBUCH MIT ARBEITSANLEITUNG UND
ARBEITSBLÄTTER

Erscheint zum 01. Juli 2019  (Vorbestellung möglich)

Die Psychotraumatologie lehrt uns, ein Trauma ist ein Ereignis das die Individuen bis auf die Grundfesten erschüttert. Zentral ist das Erleben von Ohnmacht und von Objekt sein. Der Preis fürs Überleben ist oftmals die Spaltung der Psyche, die Aufgabe des Selbst.

Mit der Traumamethode "Begegnungen mit Trauma und Heilung" hat die Autorin ein Diagnostik- und Interventionswerkzeug entwickelt zur Einschätzung der psychischen Situation / Spaltung eines traumatisierten Menschen.

  • Auf dem Diagnosebrett erfolgt die hypothetische Einstufung der beobachteten Verhaltensmuster.
  • In einem Diagramm wird die Spaltung der Persönlichkeit in ihren Größenverhältnissen bildlich veranschaulicht.
  • Nach dieser hypothetischen Einschätzungen werden Haltungs- und Interventionsschritte erarbeitet.
  • Immer mit der Zielsetzung, den Klienten so zu begleiten, dass er seine traumatischen Erfahrungen nach seinem Tempo verarbeiten und in seine Persönlichkeit intergrieren lernt.
  • Es ist ein Weg der Hilfe zur Selbsthilfe, der davon ausgeht, dass jeder Mensch über eigene Selbstheilungskräfte verfügt.

Wichtig ist es der Autorin, Fachpersonen zu vermitteln, dass trotz Leid und traumatischem Erleben, wir Menschen immer auch über gesunde Wiederstandskräfte und Ressourcen verfügen, die es zu entdecken und auszubauen gilt.

Die Autorin nimmt Bezug auf die Überlegungen und Erkenntnisse zur Aufspaltung der Persönlichkeit, wie sie von Prof. Dr. Franz Ruppert erforscht wurden. Nach Ruppert spaltet sich die Persönlichkeit in drei ICH-Anteile. In einen traumatisierten ICH- Anteil, in einen Überlebens- ICH- Anteil und in einen Gesunden ICH- Anteil.

 DAS SELBST ( Gesunder ICH- Anteil), besteht aus seelisch gut integrierten Strukturen, die von dem erlebten Trauma unbeeinflusst bleiben und sich normal entwickeln. Das gesunde Ich entwickelt sich normal. Es wird älter und hat einen altersgemäßen Zugriff auf die eigenen inneren Ressourcen.

DER VERBANNTE ( Traumatisierter-ICH- Anteil), ist der seelische Aufbewahrungsort für die schlimmsten Erfahrungen, die das Trauma hervorgerufen hat, insbesondere für die unerträglichen Gefühle. Während die gesunden Anteile älter werden, bleibt das Trauma-Ich so alt, wie es zum Zeitpunkt der Abspaltung war. Es ist sozusagen eingefroren in Zeit und Raum.


DER BESCHÜTZER ( Überlebens – ICH – Anteil), entwickelt sich komplementär zum traumatisierten ICH-Anteil. Das Überlebens-Ich kann Denken, Fühlen, Handeln. Vielleicht kann der Teil sich sogar an die traumatische Situation erinnern, aber eines fehlt: Der innere emotionale Bezug zu der Traumasituation. Das Überlebens-Ich hat zwei zentrale Aufgaben:
o Erstens die Fortführung des Lebens
o Zweitens die Vermeidung von Kontakt zwischen traumatisiertem Anteil und gesundem Anteil sowie zwischen traumatisiertem Anteil und Umwelt.

Die diagnostische Einstufung kann mit und ohne den Klienten erfolgen. Sie ist keine Festschreibung, sondern gewährt Einblick in aktuelle Verfassungen und Befindlichkeiten des betroffenen Menschen, um daraus individuelle, differenzierte und vor allem heilsame Hilfepläne zu entwickeln.

Die Methode enthält Anregungen, Impulse und Ideen, zum fachlichen Umgang sowie Kommunikationweisen mit den verschiedenen Ich-Anteilen, um dem betroffenen Menschen, Wege zur Selbststärkung, zum Fühlen und Verarbeiten zu eröffnen.

Die Autorin, arbeitet seit 1982 in der Kinder- und Jugendhilfe, als Trägerin, Einrichtungsleiterin, Systempädagogische Fachberaterin und Fallaufstellerin. Sie ist Expertin für familiäre Fremderziehung und widmete 35 Jahre ihres Lebens sozial benachteiligten und traumatisierte jungen Menschen. Seit 2014 entwickelt sie Methoden und Materialen für Beratung, Coaching und Therapie.

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